Chapter 15
Crowbar erreichte die Deponie. Er öffnete geübt das Vorhängeschloss mit seinen Dietrichen und parkte den Wagen abseits der Straße. Als er den BMW abgestellt hatte, öffnete er den Kofferraum.
Pascal schoss in die Höhe und versuchte, Crowbar an die Kehle zu gehen. Doch der hatte damit gerechnet und Pascals Schwung dazu genutzt, ihn aus dem Kofferraum zu wuchten und gleich wieder zu Boden zu bringen. Als Pascal sich aufrichten wollte, trat Crowbar ihm die Arme weg und ihm danach in den Bauch. Einmal schaffte es Pascal, einen Tritt von Crowbar mit den Händen abzufangen. Als er Crowbars Bein zu fassen bekam, versuchte er aus Verzweiflung, Crowbar ins Bein zu beißen. Ein Schlag mit dem Nageleisen auf den Rücken brachte ihn von der Idee ab. Crowbar fesselte ihn und verfrachtete ihn wieder in den Kofferraum und schloss ab. Vorne durchsuchte er das Fahrzeug nach Sonjas Sachen, vor allem ihr Portemonnaie und Telefon. Unter dem Beifahrersitz fand er beides.
„Nun denn“, sprach Crowbar zu sich selbst, „bereiten wir das große Finale vor.“
Er verließ die Deponie und ging zur Bushaltestelle. Während er auf den Bus wartete, rief er einen Kumpel an. Für das, was er vorhatte, brauchte er den guten Stoff.
Es klingelte am anderen Ende: „Flausen hier, was gibt’s?“
„Moin Wayne, sach mal, kannst du mir aushelfen?“
„Wobei denn?“
„Ich brauche große Pyrotechnik.“
„Wie groß?“
„Sollte nen 5er-BMW klein kriegen.“
„Hm, würde dir ein Bengalo zusagen?“
„Ich wusste, ich spreche mit dem richtigen Mann.“
„Kann aber dauern, ich bin gerade mit der Band auf Tournee.“
„Ich weiß, du bist gerade im Stahlwerk in Düsseldorf. Ich brauch das gute Stück schnellstmöglich, spätestens morgen früh.“
„Okay, ich guck, was sich machen lässt.“
„Sehr schön, sehr schön. Die Bezahlerei klären wie später. Vielen Dank schon mal.“
Crowbar legte auf.
Kurz darauf kam auch endlich der Bus. Als Crowbar mit Sonjas Handtasche in der Hand einstieg, konnte sich der Fahrer den dummen Spruch nicht verkneifen: „Schickes Handtäschchen, zu kalt zum Moped fahren?“
„Wenn du nicht gleich die Schnauze hältst und fährst, dann fahr ich den Bus, aber alleine.“
Der Busfahrer brummelte noch irgendwas von „humorlos“ und fuhr los.