Crowbar – hero & outcast

Chapter 16

Crowbar kam nach einer Stunde mit Bus und Bahn endlich bei Sonja an. Es war nach Mitternacht. Vor der Haustür wollte er sein Lockpickset raus suchen, als ihm einfiel, dass Sonja von Überraschungsbesuchen momentan alles andere begeistert sein dürfte. Er rief sie an.

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Crowbar – hero & outcast

Chapter 14

Crowbar hatte sich zwei seiner drei Angreifer entledigt. Nun überlegte er bei einem Döner, wie er Nummer Drei, Pascal, in die Finger bekommen konnte. Das offensichtlichste wäre, Sonja als Köder zu benutzen. Doch das war ihm zuwider. Die Bonzen in der Gegend abklappern, um den richtigen zu finden, dazu hatte er weder die Ressourcen noch die Zeit.

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Crowbar – hero & outcast

Chapter 13

Crowbar hielt auf der anderen Seite der Straße vor der Pizzeria. Er stieg von seinem Roller und beobachtete durch die Schaufenster des Ladens den Betrieb. Nach einer Weile erkannte er einen der Verkäufer als Torben. Nachdem er sein Ziel gefunden hatte, erkundete er die Umgebung. Die Pizzeria grenzte an eine kleine Gasse, in der mehrere Lieferroller geparkt waren. Über eine Tür konnte man die Pizzeria von hinten betreten. Ein übervoller Aschenbecher zeugte davon, dass die Belegschaft hier ihren Raucherpausen nachging. Crowbar hielt sich unauffällig im Schatten und wartete.

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Crowbar – hero & outcast

Chapter 12

Crowbar suchte auf einem Stadtplan an einer Bushaltestelle den Weg zur der Shishabar, sie war nur 5km entfernt und er machte sich auf den Weg, um sie auszukundschaften. Als er vor dem Laden auf der anderen Straßenseite seinen Roller abstellte, sah er durch das Fenster auch schon einen seiner Angreifer, nämlich den, dem er die Nase gebrochen hatte. Er lümmelte auf einem der Sofas mit zwei Mädels im Arm und schien sich prächtig zu amüsieren.
„Amüsier dich, so lange du noch kannst, das wird sich gleich ändern.“, dachte sich Crowbar.
Er betrat den Laden und bahnte sich den Weg zwischen den Couchen und Tischen. Als er seinem Opfer gegenüberstand, bemerkte es ihn. Crowbar starrte ihn finster an und wartete auf eine Reaktion.
„Stefan, was will der Typ von dir?“, fragte eine seiner Begleiterinnen.
„Erinnerst du dich an mich?“, fragte Crowbar.
Der Depp grinste: „Klar, du bist der Typ, den ich, Pascal und Torsten neulich vermöbelt haben. Willst du noch ne Abreibung?“
„Mädels, habt ihr nicht noch Hausaufgaben zu machen?“
Die beiden glotzten ihn an. Crowbar fegte mit seinem Nageleisen die Wasserpfeife vom Tisch: „Verpisst euch!“
Aufgeschreckt sprangen sie hoch und flüchteten. Gipsnase wollte sich gerade erheben, da drückte Crowbar ihn mit dem Nageleisen auf die eingegipste Nase.
„Du stehst erst auf, wenn ich es dir sage!“
Mit einem Schmerzensschrei sank Stefan zurück auf die Couch.
„Wo sind deine beiden Kumpels von neulich?“
Stefan reagierte nicht.
Crowbar packte Stefan am Ohrläppchen und zog ihn hoch: „Los, steh auf, du Arschloch!“
Er zerrte Stefan am Ohr hinter sich zum Ausgang. Beim Verlassen des Ladens stieß Crowbar ihn mit der Nase gegen den Türrahmen. Auf der Straße schleifte er ihn in eine Einfahrt auf den Hof. Dort konnte Stefan sich losreißen. Er zog ein Messer und wollte auf Crowbar losgehen. Der grinste böse und schlug ihm bei seiner ersten Attacke mit einen Schlag auf sein Handgelenk das Messer aus der Hand. Als er jammernd flüchten wollte, verhinderte Crowbar das mit einem Schlag der Klaue seines Nageleisens gegen Stefans Knie. Der fiel hin, rappelte sich auf und versuchte wegzuhumpeln. Crowbar packte ihn am Kragen und schleifte ihn zappelnd bis zur nächsten Wand. Er trat erneut gegen das verletzte Knie, so das Stefan endgültig nicht mehr stehen konnte und legte ihn, den Rücken gegen die Wand gelehnt, ab.
Crowbar ging vor ihm in die Hocke: „Jetzt, so ganz alleine, ohne Pfefferspray und Basi spuckst du nicht mehr so große Töne, was?“
„Wa-was willst du von mir?“
„Blut, jede Menge Blut, mein Kleiner und wissen, wo ich deine Kumpels finde.“
Der Typ spuckte auf Crowbar: „Fick dich!“
Crowbar zog sein großes Fahrtenmesser aus seinem Gürtel. Stefans Augen wurden groß, er dachte, er würde aufgeschlitzt. Crowbar jedoch schnitt Stefan ein großes Stück aus seinen Polohemd und wischte sich das Gesicht ab.
Crowbar stellte sich neben Stefan hin und sagte: „Weißt du, ich habe eine Grundregel, wer am Boden liegt wird in Ruhe gelassen.“
Stefan entspannte sich ein wenig.
„Aber du sitzt, dass ist etwas anderes.“
Mit diesen Worten verpasste Crowbar ihm einen Tritt in die Rippen.
„Weißt du, ich hab warme Klamotten an, ich hab Zeit, du nicht, du sitzt hier wie ein abgewrackter Stricherjunge.“
Stefan hustete von dem Tritt und hielt sich die Rippen.
„Wo finde ich deine Kumpels?“
„Fick dich!“, presste Stefan zwischen den Zähnen hervor.
„Sehr wortgewandt bist du nicht gerade.“
Crowbar stellte sich wie ein Golfspieler mit dem Nageleisen als Schläger neben Stefan: „Noch mal, wo finde ich Pascal und Torsten?“
„Warum sollte ich dir das verraten, du Wichser?“
Crowbar holte aus und zielte auf eine Stelle an der Wand neben Stefans Kopf. Mit einem dumpfen „Kleng“ schlug das runde Ende des Nageleisens auf der Wand auf. Stefan erkannte, was ihm blühte.
Seelenruhig sagte Crowbar: „Das ist sicher ein echt hübsches Lächeln, das du hast.“
Crowbar schwang sein Nageleisen probehalber in der Luft vor Stefans Gesicht: „Mit deinem Charakter wirst du die beiden Mädels nicht beeindruckt haben. Es wäre doch jammerschade, wenn diesem reizenden Lächeln etwas zustoßen würde, ein Nageleisen zum Beispiel.“
Crowbar holte zum Schlag aus: „Also, wo finde ich deine Freunde?“
„Bitte nicht, ich red ja schon.“
„Quatsch nicht rum! Spuck’s schon aus, du Made!“
„Torsten arbeitet in der ‚Pizzeria Galaktikka‘ und Pascals Vater ist reich, Pascal studiert.“
„Wo kann ich ihn finden?“, brüllte Crowbar ihn an.
„Weiß ich nicht. Wenn er mit uns abhängen will, ruft er uns an und holt uns ab.“, winselte Stefan.
Crowbar stellte fest, dass der Typ nur noch einen Anschiss davon entfernt war, sich einzupissen.
Crowbar ging neben ihm in die Hocke und flüsterte ihm ins Ohr: „Schlaf!“
Dabei drückte er auf Stefans Halsschlagader, bis dieser bewusstlos wurde. Den Trick hatte ihm seine Mutter beigebracht. Nachdem Stefan weggenickt war, kramte Crowbar einen schwarzen Lackstift und Tampons aus seiner Jackentasche. Die Tampons klemmte er unter Stefans Oberlippe und trocknete mit einem Stofffetzen von Stefans Polohemd einen von seinen Schneidezähnen. Die Tampons saugten den Speichel drumherum auf. Mit dem Lackstift malte Crowbar den Zahn schwarz an, so dass es auf den erste Blick aussah, als ob der Zahn fehlte. Als der Lack trocken war, entfernte Crowbar die Tampons und verließ den Hof. Das dürfte ein fröhliches Erwachen für Stefan werden.

Crowbar – hero & outcast

Chapter 10

Crowbar hatte die letzten Tage zum Großteil mit Schlafen verbracht. Nun fühlte er sich fit genug, um aufzustehen. Es war spät am Morgen, als er Ratchets Werkstatt betrat. Der schraubte an einer alten Yamaha Virago und verfluchte wie immer deren Konstrukteure.

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